Autor: LUECKE

Die morschen Grenzbäume zwischen den Künsten

Das Überschreiten von Gattungsgrenzen, das Spiel mit den Medien, das Brechen mit Erwartungshaltungen – all das scheint heute zum Westentaschen-Inventar eines zeitgemäßen Kunstschaffens zu gehören. Doch worum geht es dabei eigentlich? Um das Abhaken eines lehrbuchhaften Kriterien-Katalogs subjektiver Ästhetik? Um selbstoptimierendes, subjektivistisches Avantgardegebaren? Oder doch um die Darstellung einer objektiveren Wahrheit? Die Arbeiten von Benjamin Zuber (*1982) entlarven solche kategorialen Fragen als theorietypisch und zeigen, dass sich die Logik der künstlerischen Sprache nie so gefügig, registertreu und kommensurabel gestaltet, wie die (traditionelle) Kritik das gerne hätte. Alexander J. Roth im Gespräch mit Benjamin Zuber.

Wie soll ich mich entspannen?

Gefangen im Dilemma einer katastrophischen Gegenwart, realitätshörig, bewältigend, belegt mit Hypotheken, sehnsüchtig nach Science-Fiction: Das Institut für moderne Kunst gibt die Reihe unendlich unwahrscheinlich im Berliner SuKuLTuR-Verlag heraus. Jetzt erscheint Band 01: I can’t relax von Anja Kümmel und Jenny Schäfer.

Die Wahrheit schmerzt, sagen die Wüstenpflanzen

»Die Zukunft«, schreibt Gert Röcken (*1988) in einer Mail an die Redaktion, »ist gerade ziemlich verpixelt: Dabei könnten wir einfach Wüstenpflanzen werden, oder Quallen. Dann wäre die danger zone nicht mehr so ungemütlich.« LÜCKE präsentiert sein Essay über Selbstzerstörung und Sehnsüchte, sowie leicht verpixete Screenshots.

Wie viel Fledermäuse hörst du?

Der Journalist Erhard Michael Och (*1960) verbrachte eine Stunde mit Judith Eggers Installation Hundun, die Alltagskultur und mystische Vorzeit, Ultraschall und Unbewusstes verbindet. Ein assoziativer Erfahrungsbericht: Experiment, Meditation, Verbindungsmaschine.
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