Positionen

Aufklärung und Kritik

In der Ähnlichkeit von Selfies und Pyramiden offenbart sich die Angst davor, vergessen zu werden. LÜCKE präsentiert einen Auszug aus Tobias Roth Essayband Vorratsdatenruinen, Band 02 der Reihe unendlich unwahrscheinlich.

Die morschen Grenzbäume zwischen den Künsten

Das Überschreiten von Gattungsgrenzen, das Spiel mit den Medien, das Brechen mit Erwartungshaltungen – all das scheint heute zum Westentaschen-Inventar eines zeitgemäßen Kunstschaffens zu gehören. Doch worum geht es dabei eigentlich? Um das Abhaken eines lehrbuchhaften Kriterien-Katalogs subjektiver Ästhetik? Um selbstoptimierendes, subjektivistisches Avantgardegebaren? Oder doch um die Darstellung einer objektiveren Wahrheit? Die Arbeiten von Benjamin Zuber (*1982) entlarven solche kategorialen Fragen als theorietypisch und zeigen, dass sich die Logik der künstlerischen Sprache nie so gefügig, registertreu und kommensurabel gestaltet, wie die (traditionelle) Kritik das gerne hätte. Alexander J. Roth im Gespräch mit Benjamin Zuber.

Wie soll ich mich entspannen?

Gefangen im Dilemma einer katastrophischen Gegenwart, realitätshörig, bewältigend, belegt mit Hypotheken, sehnsüchtig nach Science-Fiction: Das Institut für moderne Kunst gibt die Reihe unendlich unwahrscheinlich im Berliner SuKuLTuR-Verlag heraus. Jetzt erscheint Band 01: I can’t relax von Anja Kümmel und Jenny Schäfer.

This is no Hundun

Wirklichkeit ist Science Fiction. Der Ursprung des Lebens wird immer Spekulation bleiben. Das Tempo der Gegenwart. Fiktive Realität. Thematische Goldadern. Zwei Ausstellungen in Nürnberg: Hundun und This is no Science Fiction. Zwei aufstrebende Künstlerinnen im Gespräch: Judith Egger (*1973) und Jenny Schäfer (*1985).

Klinisch digital

Lisa Krammel (*1988) im Gespräch mit der Regisseurin Ana Zirner (*1983), die sich neun Monate lang rigoros selbst getrackt hat. Wohin führt das? Im Interview spricht sie über Privatsphäre, Selbstvermessung und Diskrepanzen in der Kommunikation.
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