Interview

Die morschen Grenzbäume zwischen den Künsten

Das Überschreiten von Gattungsgrenzen, das Spiel mit den Medien, das Brechen mit Erwartungshaltungen – all das scheint heute zum Westentaschen-Inventar eines zeitgemäßen Kunstschaffens zu gehören. Doch worum geht es dabei eigentlich? Um das Abhaken eines lehrbuchhaften Kriterien-Katalogs subjektiver Ästhetik? Um selbstoptimierendes, subjektivistisches Avantgardegebaren? Oder doch um die Darstellung einer objektiveren Wahrheit? Die Arbeiten von Benjamin Zuber (*1982) entlarven solche kategorialen Fragen als theorietypisch und zeigen, dass sich die Logik der künstlerischen Sprache nie so gefügig, registertreu und kommensurabel gestaltet, wie die (traditionelle) Kritik das gerne hätte. Alexander J. Roth im Gespräch mit Benjamin Zuber.

This is no Hundun

Wirklichkeit ist Science Fiction. Der Ursprung des Lebens wird immer Spekulation bleiben. Das Tempo der Gegenwart. Fiktive Realität. Thematische Goldadern. Zwei Ausstellungen in Nürnberg: Hundun und This is no Science Fiction. Zwei aufstrebende Künstlerinnen im Gespräch: Judith Egger (*1973) und Jenny Schäfer (*1985).

Klinisch digital

Lisa Krammel (*1988) im Gespräch mit der Regisseurin Ana Zirner (*1983), die sich neun Monate lang rigoros selbst getrackt hat. Wohin führt das? Im Interview spricht sie über Privatsphäre, Selbstvermessung und Diskrepanzen in der Kommunikation.

Karte oder Gebiet

Aryanà Francesca Urbani, Fotografin und Graduate Researcher an der Sorbonne im Bereich Internationale Beziehungen, sammelt für ihr Projekt Imagined Borders Google Earth-Satellitenansichten von Staatsgrenzen. Dabei taucht einmal mehr die Frage auf: Was ist interessanter, Karte oder Gebiet? Der Berliner Fotograf Philippe Gerlach (*1982) stellt das Projekt vor.
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