Interview

Impressionismus-O-Töne

Seit 2009 sind Hank Schmidt in der Beek (*1978) und Fabian Schubert (*1974) in Europa unterwegs. Sie reenacten bedeutende Landschaftsmaler, wildern in der Vergangenheit und führen so die Kunstgeschichte fort. Aus den Malereien von Hank Schmidt in der Beek und den Fotografien von Fabian Schubert entstand das Buch Und im Sommer tu ich malen (Edition Taube, 2016). Im Interview spricht Hank Schmidt in der Beek über geisterhaften Blauen-Reiter-Schweiß, Dilettantismus und Carl Spitzweg. Außerdem enthüllt er erstmals die »romantische Rätselsymbolik« seiner Berghemden.

Aufmerksamkeit, Fame oder Liebe?

Lauren Huret (*1984) lebt in Genf. Sie befasst sich mit Künstlicher Intelligenz und verschiedensten Metamorphosen des Internets. Wie wirkt sich dieses paranoia-entfachende, nicht greifbare Netzwerk auf unsere Gefühle und Gedanken aus? Und wie kann man ästhetisch damit umgehen? Im Interview spricht Lauren Huret über Kylie Jenners Snapchat-Accout, ihren Global Paranoia Poetry Club und eine Frankenstein-Selfie-Kultur. [Englische Version]

Die Eskalation hin zum Phantomschmerz

Das Internet stellt unsere Souveränität in Frage. Haben wir noch die Möglichkeit der Kontrolle? Oder verselbstständigt sich gerade ein Prozess, in dem wir zunehmend gläsern, berechenbar, voraussehbar und manipulierbar werden? Wer sind die Akteure, die darüber entscheiden? Paul Feigelfeld (*1979) denkt zwischen Kulturwissenschaft, Technologie und Kunst über die Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen des digitalen Wandels nach. Im Interview spricht er sich gegen neo-luddistische Tendenzen, aber für kritische Partizipation aus.

Die Wirklichkeit kennt keine Kompromisse

Martin Werthmann (*1982) ist ein »tüftelnder Kopfmensch«. Seine Holzschnitte sind überdimensional; außerdem hat er unter anderem eine Maschine gebaut, mit der sich Diamanten aus Ausatemluft herstellen lassen. Im Interview spricht der Bildhauer über ein omnipräsentes Lebensgefühl, gewisse Resonanzräume und beckett’schen Humor.
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